Berliner Wasserbetriebe: Stauraum im Mauerpark

Berliner Wasserbetriebe: Stauraum im Mauerpark

Berliner Wasserbetriebe: Stauraum im Mauerpark
Die Startbaustelle zum Stauraum im Berliner Mauerpark - Quelle: Lang

Starkregen im urbanen Raum sind immer wieder Ereignisse, die die kommunale Wasserwirtschaft vor große Herausforderungen stellen. Seit Jahren erweitern die Berliner Wasserbetriebe die Staukapazitäten ihrer Kanalisation, um Gewässer und Umland nicht zu beeinträchtigen und zu schütze. Seit November 2017 laufen die baulichen Vorbereitungen für ein weiteres Projekt dieses Stauraumprogramms, eines über 650 Meter langem Speicherkanals unterhalb des Berliner Mauerparks.

Für alle Nichtberliner muss erwähnt werden, dass der Mauerpark ein Relikt aus DDR-Tagen ist. Hier zog sich damals der Todesstreifen der Berliner Mauer entlang. Nach dem Mauerfall wurde das Areal  zwischen dem Bahnhofsgelände des Alten Nordbahnhofs und dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark von der Berliner Bevölkerung in Besitz genommen und seitdem als Szenetreff genutzt. Heute genießt der Park Kultstatus. 2013, als die Baupläne der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, war die Aufregung riesig. Zu groß waren die Befürchtungen, dass die Bauarbeiten und der mit ihnen verbundene Lärm das Freizeitvergnügen der Berliner beeinträchtigen könnte. Im Verlauf der Gespräche gab es dann eine Annäherung beider Seiten, welche einen durchgängigen Zugang der Bürger zum Park festlegte. Um die Einschränkungen für die Bürger in Grenzen zu halten, wird der Kanal mit einer Tunnelbohrmaschine gegraben. Dazu wird lediglich eine Start- und Zielbaugrube an Bernauer bzw. Gleimstraße eingerichtet.

Anfang November ging es los. In der ersten Bauphase wurden Absperrungen an der Bernauer Straße zur Einrichtung der Baustelle vorgenommen. Seit dem 22. November wird der Platz für die fast elf Meter tiefe Startbaugrube vorbereitet. Hier startet die Tunnelbohrmaschine. In ca. drei Monaten unterquert der Tunnelbohrer dann ab Mai 2018 den Mauerpark. Der dann entstehende Stauraum-Kanal wird eine Länge von 654 Metern haben und bis zu 7.400 Kubikmeter Abwasser speichern können. Die Anbindung an die Berliner Kanalisation und ein Entleerungspumpwerk beschließen die Bauarbeiten zum Schutz von Panne und Spree.  Lang

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Berliner Wasserbetriebe
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