„Digital und sicher in die Zukunft“

„Digital und sicher in die Zukunft“

„Digital und sicher in die Zukunft“
Projektleitung und Förderer von ITS | KRITIS: Dr. U. Jendricke (BSI), Prof. Dr. D. Heckmann (Universität Passau), Prof. Dr. U. Lechner (Universität der Bundeswehr München), Dr. U. Lange (BMBF), Dr. Ch. Thomas (BMBF) (v.l.n.r.) - Quelle: VeSiKi

Mitte Oktober 2017 fand in Berlin der Kongress zur IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen statt. Die Ergebnisse der Veranstaltung lesen Sie im Rückblick.

Der Kongress IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen am 11. und 12. Oktober 2017 in Berlin stand unter dem Motto „Digital und sicher in die Zukunft“. Der Sektor Wasser/Abwasser stand auf diesem Kongress als wegweisend im Zentrum der Podiumsdiskussion: Die Wasserwirtschaft konnte den ersten branchenspezifischen IT-Sicherheitsstandard aller Sektoren der Kritischen Infrastrukturen etablieren. Dieser Standard wurde durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als geeignet akzeptiert und das stellt einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung des Gesetzes zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz) dar.

Neue Sicherheitskultur muss sich entwickeln
Die Podiumsteilnehmer Prof. Dr. Norbert Gronau von der Universität Potsdam und dem Forschungsprojekt AQUA-IT-Lab, Dr. Uwe Marquardt vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches, Dr. Friedrich Hetzel von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. und Dr. Uwe Jendricke vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben die gute Kooperation der Betreiber Kritischer Infrastrukturen, der Verbände und auch des BSI in der Entwicklung gewürdigt. Dieser Branchenstandard wird es vor allem kleinen und mittleren Betreibern erlauben, schnell ein IT-Sicherheitsmanagementsystem entsprechend dem IT-Sicherheitsgesetz aufzubauen. Eine neue Sicherheitskultur mit den Verfahren der IT einerseits und den bewährten Verfahren der Betreiber Kritischer Infrastrukturen andererseits muss sich jetzt entwickeln. Dr. Jendricke vom BSI hob hervor, dass Betreiber IT-Sicherheitsvorfälle melden und umgekehrt, dass das BSI auch Informationen zu Risiken und Vorfällen im Zuge des Schutzes der Kritischen Infrastrukturen weitergibt. Er betont, dass auch Betreiber Kritischer Infrastrukturen, die nicht unter die BSI-Kritis-Verordnung fallen, den Stand der Technik in Bezug auf IT-Sicherheit einhalten sollten.

Verbundprojekt ITS | KRITIS
Ein wesentlicher Teil des Kongresses und der Ausstellung war den Ergebnissen und Forschungsresultaten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsschwerpunkts „IT-Sicherheit für Kritische Infrastrukturen ITS|KRITIS“ gewidmet.
Das Ergebnis des Forschungsprojektes AQUA-IT-Lab von der Universität Potsdam erforscht einen dynamischen Maßnahmenkatalog speziell für kleine und mittlere Wasserwerke. Ein Schnelltest zeigt einem IT-Sicherheitsverantwortlichen den Handlungsbedarf auf und schlägt geeignete IT-Sicherheitsmaßnahmen vor. Für die Wasserwirtschaft besonders relevant sind auch das Projekt VeSiKi mit den IT-Security Matchplays als einem spielerischen Ansatz zur IT-Sicherheit, einem Navigator für Gesetze, Normen und Standards sowie das Projekt ITS.APT mit einem Verfahren das Bewusstsein für IT-Sicherheit zu testen. Das Projekt RiskViz stellt ein Lagebild der IT-Sicherheit industrieller Steuerungs- und Kontrollanlagen, das vom Internet sichtbare Geräte genau wie Geräte im Netzwerk identifiziert und die Risiken bewertet. Stärker auf die Technologie ausgerichtet ist Projekt INDI, das Verfahren und Technologie zur Identifikation von Anomalien in Netzwerken erforscht. SICIA baut ein Lagebild der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen auf den Komponenten und ihrer Verknüpfung auf. Weitere Projekte beschäftigen sich mit Fragen der Sicherheit von Leitzentralen (MoSaIK), mit der Risikobewertung von Rechenzentren (PREVENT) und der Vernetzung von Betreibern Kritischer Infrastrukturen (SiDate).

Fazit
In der Umsetzung des IT-Sicherheitsgesetzes und der BSI-Kritis-Verordnung ist schon viel erreicht. Deutschlands Infrastrukturen gehören zu den sichersten der Welt. Frau Prof. Dr. Lechner und Dr. Steffi Rudel drückten die Hoffnung aus, dass das, auch Dank der Anstrengung in diesem durch das BMBF geförderten Forschungsschwerpunkt, in der Zukunft so bleibt.
Dr. Steffi Rudel


Weiterführender Link
http://vesiki.w3.rz.unibw-muenchen.de/
www.itskritis.de


KONTAKT
Universität der Bundeswehr München
Fakultät für Informatik

Bewerben Sie sich jetzt zum wwt Nachwuchspreis 2018!