Dresdner Grundwassertage: Wasserhaushalt in Bergbaufolgelandschaften

Dresdner Grundwassertage: Wasserhaushalt in Bergbaufolgelandschaften

Wasserhaushalt in Bergbaufolgelandschaften
Exkursion: Beladung des Gewässerbehandlungsschiffs Klara am Partwitzer See - Quelle: DGFZ

Das Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. lud zu den Dresdner Grundwassertagen 2017 am 19. Und 20. Juni in das frisch sanierte Dresdner Rathaus ein. Die Tagung stand unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Umweltministeriums und wurde in Kooperation mit dem BWK Landesverband Sachsen und dem Institut für Grundwasserwirtschaft der TU Dresden organisiert.


Thematisch stand in diesem Jahr die Gestaltung des Wasserhaushalts in Bergbaufolgelandschaften der neuen deutschen Bundesländer im Mittelpunkt. Die Fachvorträge zu diesem Problemkreis standen in engem Verbund mit Posterbeiträgen, Firmenpräsentationen und Diskussionsmöglichkeiten.

Das Vortragsprogramm der Dresdner Grundwassertage untergliederte sich in sechs Blöcke. Block 0 ist traditionell der Vergabe des Dresdner Grundwasserforschungspreises 2017 vorbehalten. Block 1 diente der Reflektion aktueller rechtlicher Rahmenbedingungen und dem Aufzeigen der sich hieraus ableitenden Handlungserfordernissen. Unter der fachkundigen Moderation von Herrn Dr. Jantsch (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) gaben Herr Prof. Berkner vom Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen, Herr Prof. Dammert (Dr. Dammert & Steinforth Rechtsanwälte) und Herr Dallhammer vom Sächsischen Umweltministerium spannende Ein- und Ausblicke in die aktuellen Entwicklungen des Umwelt- und Bergrechtes. Block 2 war der Bewirtschaftungsplanung und den Maßnahmenprogrammen zur Entwicklung des Wasserhaushaltes in vom Bergbau betroffenen Gebieten in den kommenden Bewirtschaftungszyklen der WRRL gewidmet. Block 3 reflektierte die bergrechtlichen Vorsorge- und Nachsorgeverpflichtungen gem. §82 WHG zur Vermeidung und Verminderung gemeinschädlicher Bergbaufolgen. Block 4 fokussierte Beispiele innovativer Entwicklungen zu effizienten Problemlösungen. Im Block 5 wurden dazu ausgewählte Fallbeispiele aus den Wirkungsbereichen der LEAG, MIBRAG, LMBV und Wismut vorgestellt.

Durch Poster wurden die Vorträge so untersetzt, dass eine gute Grundlage für vertiefte Fachdiskussionen für die über 220 Teilnehmer gegeben war. Die Fachtagung wurde am 20. 6. 2017 durch eine Exkursion in das Lausitzer Bergbaurevier abgerundet, in der über die Maßnahmen zur Gestaltung des Wasserhaushaltes in den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz vor Ort informiert wurde. Stationen waren die IBA Terrassen in Großräschen, der Anleger des Gewässerbehandlungsschiffes „Klara“ am Partwitzer See, der Geierswalder See sowie der Überleiter 12 (Verbindung Senftenberger/Geierswalder See).
Die Folien der Vorträge werden zeitnah im Internet unter www.gwz-dresden.de/dgt zum Download zur Verfügung gestellt. Eine ausführliche Dokumentation der Fachbeiträge ist auch diesmal in den Proceedings des DGFZ e.V. (ISSN 1430-0176) vorgesehen. Die Veröffentlichung wird für den Herbst angestrebt. 
Sandra Raimann/ Claudia Helling

KONTAKT
Dresdner Grundwasserforschungszentrum e. V.
Meraner Straße 10
1217 Dresden
www.dgfz.de