DVGW: Änderung der Trinkwasserverordnung trat in Kraft

DVGW: Änderung der Trinkwasserverordnung trat in Kraft

DVGW: Änderung der Trinkwasserverordnung trat in Kraft
Die Qualität des Trinkwassers soll sich weiter verbessern. Quelle: Lang

Die überarbeitete Trinkwasserverordnung ist am 9. Januar 2018 in Kraft getreten und soll dazu dienen, die Trinkwasserqualität in Deutschland noch weiter zu verbessern.

Eine wesentliche Neuerung bildet die Einführung einer so genannten „Risikobewertungsbasierten Anpassung der Probenahmeplanung (RAP)“. Diese soll Wasserversorgern mehr Flexibilität bei der Untersuchung des Trinkwassers gewähren. Wasserversorger können nun in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt die vorgeschriebenen Untersuchungen des Trinkwassers an die individuellen Gegebenheiten vor Ort anpassen, um einen maximalen Erkenntnisgewinn zu erlangen und um für ihre Wasserversorgung weniger aussagekräftige Untersuchungen zu verringern. Hierfür muss der Wasserversorger eine Risikobewertung erstellen, die eine fundierte und nachvollziehbare Begründung für eine Anpassung von Untersuchungsumfang und -häufigkeit liefert. Mit dem neuen Verbot für die Einbringung von Gegenständen oder Verfahren in das Roh- oder Trinkwasser, die nicht der Trinkwasserversorgung dienen, wird eine hygienische Verschlechterung des Trinkwassers, z. B. durch die Verlegung von Breitbandkabel für schnelles Internet in Trinkwasserleitungen, verhindert. Eine weitere Neuerung ist die Verpflichtung für Untersuchungsstellen, die Überschreitung des technischen Maßnahmen wertes für Legionella spec. an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

KONTAKT
www.dvgw.de