DWA Bundestagung: Mit der Politik im Dialog

14. Oktober 2011
DWA Bundestagung: Mit der Politik im Dialog

Ehrengast: Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker

„Die Wasserwirtschaft hat in Deutschland einen bemerkenswert guten Stand. In der Zukunft muss sie vor allem den Klimawandel sowie den demografischen Wandel berücksichtigen und ihren Beitrag zur Energiewende leisten“, erklärte DWA-Präsident Otto Schaaf auf der Jahrestagung, die Ende September erstmalig und mit neuem Konzept in Berlin stattfand.

Unter dem Motto „Wasserwirtschaft und Politik im Dialog“ hat sich die DWA  vorgenommen, ihre Rolle in der Politikberatung zu verstärken. Als technisch-wissenschaftliche Vereinigung sei man in der Lage, unabhängige Beiträge einzubringen.

Vorschläge zur Energiewende

Davon kündet auch das neue Diskussionspapier „Positionen zur Energie- und Wasserwirtschaft“. Die Wasserwirtschaft kann im Dialog mit der Energiewirtschaft wesentliche Beiträge zur Energiewende leisten.

Die wichtigsten Aussagen der DWA in Thesenform: Die Energiewende braucht die Wasserwirtschaft – keine Energie ohne Wasser. Bei der Energiewende müssen auch wasserwirtschaftliche und ökologische Aspekte beachtet werden. Abwasseranlagen sind die größten Energieverbraucher in den Kommunen; hier ist es lohnend, Anstrengungen zur Erhöhung der Energieeffizienz zu unternehmen. Dass Wasserkraft Energiepotenziale bietet, liegt auf der Hand; aber auch die Abwasserentsorgung bietet Möglichkeiten zur Energieerzeugung, die ausgeschöpft werden sollten. In neue Energiekonzepte sollten die Standorte wasserwirtschaftlicher Anlagen eingebunden werden. Kläranlagen stehen als Standorte zur Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energie zur Verfügung. Zur Bewirtschaftung der Energiesysteme sollten Pumpspeicher stärker genutzt werden. Die Produktion von Biomasse muss wasserwirtschaftlich verträglich gestaltet werden.

Ein Höhepunkt des Treffens war die Verleihung des William-Lindley-Rings an den Klimaexperten und Umweltpolitiker Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Mit dem Ring ehrte die DWA von Weizsäckers langjährigen und engagierten Einsatz für den Klimaschutz, der damit auch die Ziele der DWA maßgeblich gefördert hat.  

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