GBA: Nachweis von Arzneimitteln

02. September 2010

Kostengünstige Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen im Abwasser

GBA: Nachweis von Arzneimitteln

Arzneimittelwirkstoffe im Abwassernetz nachweisen
Foto: Lang

Die GBA Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH entwickelt und erprobt Probenannahme- und Analyseverfahren zur kostengünstigen Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen im Abwasser.

Die GBA Gesellschaft für Bioanalytik Hamburg mbH entwickelt und erprobt Probenannahme- und Analyseverfahren zur kostengünstigen Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen im Abwasser.
Die Überwachung von Arzneimittelwirkstoffen und anderen Spurenkomponenten gewinnt nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Vollzuges der EU-Wasserrahmenrichtlinie und des Grundwasserschutzes eine immer größere Bedeutung.
Im Rahmen eines vom BMWi geförderten F+E-Projekts wurden von der GBA, am Standort Pinneberg, Bereich Umweltanalytik, Probenahme- und Analyseverfahren entwickelt und erprobt, die es im Abwassernetz ermöglichen, Arzneimittelwirkstoffe, Röntgenkontrastmittel sowie Moschusverbindungen effizient nachzuweisen und durch die Abbildung des Abflussgeschehens einem Eintragspfad zuzuordnen.
Ein entscheidender Vorteil des erprobten Verfahrens ist dabei der im Vergleich zu „klassischen“ Abwasseruntersuchungen deutlich geringere Aufwand für die Probenahme. In einer norddeutschen Großstadt wurde das Verfahren, das auf der Ausbildung von Biofilmen an speziellen Aufwuchskörpern basiert, bereits erfolgreich im Full-scale Maßstab eingesetzt. Dabei waren u. a. Erythromycin, Carbamazepin und Ibuprofen in zum Teil deutlichen Konzentrationen nachweisbar. Für das Röntgenkontrastmittel Iopamidol konnte neben dem quantitativen Nachweis sogar ein klarer Wochengang gezeigt werden.
Sowohl die Anreicherungstechnik als auch die mittlerweile marktfähigen Analysemethoden werden nun als kostengünstige Dienstleistung z. B. für die behördliche Überwachung oder für Entwässerungsbetriebe angeboten. Ansprechpartner für diese Themen ist Geschäftsführer Ralf Murzen.

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