Gesehen und gelesen: Globale Rekommunalisierung

Gesehen und gelesen: Globale Rekommunalisierung

Globale Rekommunalisierung
Die Zukunft des Wassers in öffentlicher Hand - Quelle: AöW

235 Fälle von Rekommunalisierungen von Unternehmen in der Wasserver- und Abwasserentsorgung in 37 Ländern wurden von Initiativen und Netzwerken weltweit zusammengetragen. Sie ergeben die sicher umfassendste Dokumentation von Fällen für die Zeit von 2000 bis 2015.
Was als Fazit bleibt: Viele Kommunen haben aus Geldmangel die Privatisierung öffentlichen Eigentums vorangetrieben und wurden dabei auch vom Staat ermutigt. Was danach kam, war die Ernüchterung. Investitionen blieben hinter den Erwartungen zurück, die Preise die die Bürger zu zahlen hatten, stiegen und die Gewinne der Gesellschafter sprudelten. Dank des Bürgerengagements konnten zwar viele Verträge mit Privaten rückgängig gemacht werden, aber die Rekommunalisierung ist teuer erkauft, die Hypothek belastet die kommunalen Haushalte auch künftig.
Öffentliches Eigentum ist zwar keine Erfolgsgarantie. Auch öffentliche Unternehmen sind teils stark kommerzialisiert und verhalten sich ähnlich den privaten. Dennoch und das ist das Entscheidende, die öffentlichen Unternehmen stehen unter demokratischer Kontrolle. So kann ihr Einfluss auf die kommunale Entwicklung verbessert, ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit, Verantwortung und Transparenz eingefordert werden.
Der Geschäftsführerin der AöW ist es zu verdanken, dass die 2015 erschienene Publikation jetzt in deutscher Sprache vorliegt. Die Publikation kann bei der AöW-Geschäftsstelle über info@aoew.de (Unkostenbeitrag von 5 € plus Versand) bestellt werden. Während der IFAT ist die Publikation auch am Stand der wwt-Redaktion (Halle 1, Stand 539) erhältlich.               Nico Andritschke
AöW zur IFAT: Halle West, Stand EWE.1

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Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.
www.aoew.de