Grußwort aus Heft 7-8/2011

08/2011

Immer richtungsweisend für die Praxis

Wolfgang Huss, Verleger und Herausgeber


unsere wwt wird 60: Grund zur Rückschau und zum Blick in die Zukunft.
Insbesondere die letzten Jahrzehnte waren rückblickend von ganz neuen Anforderungen an die Wasser- und Abwasserbranche gekennzeichnet.

In den 50er und 60er Jahren führte die Wasserwirtschaft in Westdeutschland angesichts des Wirtschaftswunder-Booms noch ein Schattendasein. In Ostdeutschland galt das Hauptaugenmerk einer Strukturreform – weg von kommunalen Zuständigkeiten hin zur Zentralisierung wesentlicher wasserwirtschaftlicher Funktionen.
Das änderte sich schlagartig in den 70er Jahren mit dem neuen ökologischen Bewusstsein der Menschen. Direkte Abwasserentsorgungen in fließende Gewässer wurden unterbunden. Abwässer mussten Klärwerke oder Filteranlagen durchlaufen. Aber erst in den 80er und 90er Jahren trugen die Maßnahmen Früchte.
Unser Ansporn war es stets, mit wwt diesen Wandlungsprozess aktiv mitzugestalten.
Dabei ist wwt zu einem modernen Praxismagazin geworden, ohne ihren technisch-wissenschaftlich orientierten Inhalt aufzugeben.
Dass wir von Anfang an auf Fachkompetenz setzten, hat sich ausgezahlt – seit 1992 wird die Redaktion wwt von einem sehr sachkundigen Herausgeberbeirat beraten, der sich auch in dieser Jubiläumsausgabe mit seinen Visionen zu den zukünftigen Aufgaben der Wasserwirtschaft zu Wort meldet.
Scheint es nun im Jahr 2011 um die Siedlungs-Wasserwirtschaft auf den ersten Blick gut bestellt zu sein, stößt man auf den zweiten Blick auf einen zu hohen und ineffizienten Energieverbrauch bei der Aufbereitung sowie eine zu geringe Rückgewinnung nutzbarer Rohstoffe.
Ziel muss es daher sein, die Energie- und Wertstoffpotenziale von Reststoffen besser zu nutzen – ein Thema, das die Recycling-Zeitschriften aus der HUSS-Verlagsgruppe z.B. mit Recycling International bereits weltweit federführend beleuchten.
Auch im Trink- und Abwasser-Management werden wir uns künftig stärker international ausrichten müssen. Eine spannende Herausforderung für unser wwt-Team.
Mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wollen wir dabei weiterhin im regen Austausch stehen, um gemeinsam praxisgerechte Lösungen für uns alle und für die Branche zu entwickeln.

 

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