Jahrhundertregen flutet Region

Jahrhundertregen flutet Region

Jahrhundertregen flutet Region
Regenfluten: Die Region Berlin-Brandenburg war im Juni und Juli stark betroffen. (Quelle: Andritschke)

Sprudelnde Kanaldeckel, zu Wasser-Straßen gewordene Infrastruktur, vollgelaufene Keller, Sturzfluten an U-Bahn-Eingängen, ein überflutetes Dorf. Das ist die Bilanz eines 24 Stunden andauernden Starkregens, der Ende Juni die Großstadtregion für kurze Zeit in eine Wasserlandschaft verwandelte.

Mit bis zu 197 l/m2 in Berlin-Tegel und 261 l/m2 in Oranienburg wurden Spitzenwerte beim Niederschlag gemessen, die teilweise zum Ausnahmezustand führten. Als für die Region typische Niederschlagsmengen gelten im Juni um die 70 l/m2 bzw. 580 l/m2 im Jahr (2016: 505 l/m2). Forscher sagen, dass es in Zukunft 15 bis 17 Starkregentage im Jahr geben könnte.
Um der Verschmutzung der Gewässer entgegenzuwirken, ist ein dezentrales Regenwassermanagement nötig. Gründächer z. B. sind geeignet, den schnellen Abfluss von Regenwasser zu begrenzen. Berlin kann nur einen vergleichsweise geringen Anteil an Gründächern vorweisen. Abhilfe schaffen möchte die derzeit regierende Koalition künftig mit einer „Berliner Regenwasseragentur“. Sie soll ein Regenwasserkonzept für Berlin erarbeiten. Als Bestandteil könnte sich darin ein 1000-Grüne-Dächer-Programm wiederfinden.                N. A.

Weiterführende Links
Deutscher Wetterdienst
www.dwd.de/DE/presse/presseseite_node.html

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
www.berlin.de/senuvk/umwelt/wasser/regenwasser/index.shtml