Medikamentenreste gehören nicht ins Abwasser

Medikamentenreste gehören nicht ins Abwasser

Die ersten acht Sammelboxen wurden bereits in Leipzig aufgestellt (Bild: Gelsenwasser AG)

In beinahe jedem Haushalt sammeln sich mit der Zeit abgelaufene, nicht aufgebrauchte Arzneimittel an. Wie entsorgt man überflüssige oder unbrauchbare Medikamente richtig? Auf keinen Fall in den Abfluss oder die Toilette, denn dies schadet der Umwelt. Die Sammelbox Medibinee macht richtiges Entsorgen von Tabletten, Tropfen & Co. einfach.
 
„Viele der Wirkstoffe können in den Kläranlagen nicht entfernt werden und bleiben im gereinigten Abwasser als Spurenstoffe nachweisbar“, erklärt Gelsenwasser-Vorstand Dr. Dirk Waider. Diese Spurenstoffe gelangen über den Kläranlagenablauf in die Flüsse und verbreiten sich damit in der Umwelt.
 
Dr. Wieder ist Schirmherr in der Zusammenarbeit für eine effektive Medikamentensammlung und sagt: „Das wird auch für die Trinkwassergewinnung immer mehr zum Thema. Deshalb engagieren wir uns gemeinsam mit dem jungen Partnerunternehmen Binee für ein innovatives, praktisches Sammelsystem für Arzneimittel“.
 

Funktionsweise des neuen Sammelsystems

„Medibinee ist eine Sammelbox, die wir bei unseren Kooperationspartnern aufstellen, hauptsächlich Apotheken. Dort kann jeder Bürger seine Altmedikamente einwerfen und dabei noch eine Belohnung erhalten. Jede Box ist mit einem interaktiven Display ausgestattet, über das der Nutzer einen von bis zu sechs Gutscheinen wählen kann. Diese werden direkt an seine E-Mail-Adresse gesendet. Die Gutscheine stellen örtliche oder überregionale Partner zur Verfügung, die damit über die Medibinee auch auf sich aufmerksam machen wollen“,erläutert Binee-Geschäftsführer Martin Jähnert.
 
Die Medibinee wurde in Leipzig bei Binee konstruiert. Dort sind bereits die ersten acht Boxen aufgestellt. Weitere Boxen sollen noch im Frühjahr 2018 folgen, auch in NRW. Eine aktuelle Liste der Aufstellorte ist online verfügbar.

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Gelsenwasser AG
www.gelsenwasser.de