Mikroplastik im Wasserkreislauf

Mikroplastik im Wasserkreislauf

Mikroplastik im Wasserkreislauf
Strand in Fuerteventura: Im Sand findet sich ein Spektrum von Kunststoffteilen. - Quelle: Isenburg

Ein neues BMBF-Forschungsprojekt untersucht mögliche Folgen von Mikroplastik für Mensch und Umwelt.

Die Ufer unserer Seen und Flüsse sowie Wald, Feld und Wiesen sind inzwischen häufig mit Plastiktüten und Kunststoff-Flaschen zugemüllt. Nicht weniger häufig – jedoch weniger offensichtlich – ist in vielen Bächen, Flüssen und Seen auch Mikroplastik zu finden. Als Mikroplastik werden synthetische Polymere bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Anders als in der öffentlichen Diskussion oftmals suggeriert, ist die Wirkung bislang ungeklärt. Welche Folgen Mikroplastik für Mensch und Umwelt hat, untersucht das Verbundprojekt „Mikroplastik im Wasserkreislauf – Probenahme, Probenbehandlung, Analytik, Vorkommen, Entfernung und Bewertung“ (MiWa) in Süßwasser.

Kriterien zur Bewertung
Das Verbundprojekt „Mikroplastik im Wasserkreislauf“ wird nun erste Kriterien für die Bewertung von Mikroplastik erarbeiten. Dafür werden analytische Verfahren weiterentwickelt und Daten gesammelt, um unter anderem folgende Fragen beantworten zu können:

  •  Wo und in welchen Mengen wird Mikroplastik gefunden?
  •  Welche Arten von Mikroplastik lassen sich finden und nachweisen?
  •  Welche Gewässer sind mit Mikroplastik belastet und wie stark?

Es sollen auch neuere Erkenntnisse zu biologischen Wirkungen der verschiedenen Substanzen erzielt werden.
In dem Vorhaben arbeiten verschiedene in der Analytik sehr erfahrene Institutionen zusammen: Die TU Berlin als Projektkoordinator kooperiert mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der TU München, der Hochschule Fresenius in Idstein, dem Umweltbundesamt, dem DVGW-Technologiezentrum Karlsruhe (TZW), den Berliner Wasserbetrieben, dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der Goethe-Universität Frankfurt und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Förderung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Verbundprojekt. Es ist Teil der Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“.


KONTAKT
Prof. Dr. Martin Jekel
TU Berlin
Fachgebiet Wasserreinhaltung
www.nawam-miwa.de
www.wrh.tu-berlin.de/miwa

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