Nachwuchspreis: Wir belohnen Ihre Abschlussarbeit

Nachwuchspreis: Wir belohnen Ihre Abschlussarbeit

wwt sucht besondere Abschlussarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern
wwt sucht besondere Abschlussarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern (Bild: goodluz/stock.adobe.com)

Die Bedeutung des Rohstoffs Wasser wird größer, die globale Verknappung erzwingt die Bewirtschaftung. Die ganzheitliche Betrachtung unter ökologischen, technologischen, verfahrenstechnischen und baulichen Aspekten führt zu neuen Ergebnissen und Erkenntnissen.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wird deshalb in den nächsten Jahren nicht nachlassen. Nachwuchs-Wissenschaftler und Berufseinsteiger legen mit ihren Abschlussarbeiten oft den Grundstein für Optimierungen von Prozessen auf den verschiedenen Gebieten der Wasserwirtschaft.

Die Fachzeitschrift "wwt - wasserwirtschaft wassertechnik" möchte mit einem neu ins Leben gerufenen Preis besondere Leistungen von Absolventen aus dem Bereich der Wasserwirtschaft würdigen.

4.500 Euro für die besten Arbeiten

Prämiert werden Bachelorarbeiten, Masterarbeiten sowie Dissertationen. Sie müssen aus den Bereichen Abwasser, Trinkwasser oder Wasserwirtschaft stammen und eine weit überdurchschnittliche Leistung darstellen.

Die Jury wählt jeweils zwei Arbeiten aus, die in der wwt vorgestellt werden. Die Auswahl der Sieger erfolgt per Voting der Fachleser.

 

Paradigmenwechsel erfordert frisches Fachwissen

Prof. Frank Kolb von der HSWTwwt sprach über den neuen Preis mit Prof. Dr. Frank Kolb. Er ist Mitglied im wwt-Herausgeberbeirat und Jurymitglied. Er lehrt im Bereich der Wassertechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. (Bild: HSWT)

1. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Fachkräftebedarfs in Ihrem Fachgebiet ein?
Durch den demographischen Wandel und Klimaveränderungen steht die Wasserwirtschaft vor einem Paradigmenwechsel im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, der nur durch junge, gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure bewältigt werden kann. Aufgrund dessen ist davon auszugehen, dass in diesem Bereich zusätzliche Fachkräfte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten benötigt werden.

2. Gibt es genügend Bewerber um einen Studienplatz in Ihrem Fachbereich?
Ist es nach wie vor eine reine Männerdomäne?

Da das Thema „nachhaltige zukunftsorientierte Wassernutzung" innerhalb Deutschlands nur teilweise die notwendige Aufmerksamkeit erfährt, beispielsweise aufgrund der hohen Nitratbelastungen und die Wasserwirtschaft noch nicht als „hip" wahrgenommen wird, können die Bewerberzahlen noch ausgebaut werden. Erfreulich in diesem Bereich ist, dass wir bis zu 40 Prozent weibliche Bewerber mit tendenziell steigenden Anteilen haben.

3. Was tun Sie an Ihrer Hochschule, um den – auch weiblichen – Nachwuchs für das Fachgebiet zu interessieren?
Unsere Förderung für zukünftige Bewerber fängt bei den Jugendlichen mit dem „Girls & Boys Day" an und läuft mit zunehmendem Alter weiter über die Ausrichtung von „MINT-Tagen". Bei der Vorstellung des Studiengangs Wassertechnologie heben wir neben den technischen Voraussetzungen auch die Bedeutung interkultureller Kompetenzen hervor, mit denen sich erfahrungsgemäß Bewerberinnen leichter identifizieren können als Bewerber.

4. Welche Unterstützung erhalten Sie bei der Nachwuchsförderung von Industrie und wasserwirtschaftlichen Unternehmen?
Durch meine langjährige Tätigkeit in der wasserwirtschaftlichen Branche sind tragfähige Kontakte entstanden, die im einfachsten Fall zu einer Bachelorarbeit bei Unternehmen oder Verbänden genutzt werden können. Darüber hinaus werden unsere Studierenden in kooperative Forschungsvorhaben mit der Industrie eingebunden und können zusätzliche Erfahrungen im industriellen, administrativen und legislativen Umfeld mit einer dualen Ausbildung mit vertiefter Praxis gewinnen, die mit einem Industriepartner in Kooperation durchgeführt wird. Weiterhin haben einzelne Industrieunternehmen der Wasserwirtschaft den Studiengang Wassertechnologie auch mit einem aktiven Sponsoring, beispielsweise für besondere Gerätebeschaffungen, bedacht.

5. Welche Motivation haben Sie, in der Jury des Nachwuchspreises Deutsche Wasserwirtschaft mitzuwirken?
In den vielen Jahren meiner Tätigkeit in der Wasserwirtschaft ist in mir die Bedeutung für unser Lebensmittel Nr. 1 immer weiter gewachsen und ich durfte an der Entwicklung von vielen jungen Menschen teilhaben, die sich mit der Thematik „Wasser" engagiert im Sinne unserer Gesellschaft auseinandergesetzt haben. Diese beiden Triebfedern und noch andere persönlich Gründe waren dafür ausschlaggebend, dass ich mich als Jurymitglied für den Nachwuchspreis „Deutsche Wasserwirtschaft" der wwt einsetzen möchte.

Weitere Infos zur Teilnahme

Hier können Sie sich den Flyer oder das Plakat herunterladen!

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