Nachwuchspreis: wwt sucht die besten Abschlussarbeiten

Nachwuchspreis: wwt sucht die besten Abschlussarbeiten

Auszeichnung für herausragende Studienleistungen (Foto: Rawpixel.com/stock.adobe.com)

Ingenieure der Wasserwirtschaft sind in der Lage gleichzeitig etwas für den Menschen und die Umwelt zu tun. Im Rahmen ihres abwechslungsreichen Studiums lernen sie, wie man Meere, Seen und Flüsse schützen und wie man Wasser für den täglichen Gebrauch nutzen kann.

Die Themen intelligente Trinkwassergewinnung und ressourceneffiziente Bewirtschaftung von Abwasser kommen auch nicht zu kurz. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wird deshalb in den nächsten Jahren nicht nachlassen. Im Gegenteil!

Die Besten der Besten

Die Fachzeitschrift "wwt - wasserwirtschaft wassertechnik" hat einen Absolventenpreis ausgeschrieben, um die außerordentliche Leistung angehender Wasserwirtschaftsingenieure zu würdigen. Außerordentliche akademische Abschlussarbeiten in den Bereichen Abwasser, Trinkwasser oder Wasserwirtschaft belohnt das Magazin mit Preisgeldern von bis zu 4.500 Euro sowie mit unbezahlbaren Karrierechancen.

Eine Fachjury wählt jeweils zwei Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten aus, die in der wwt vorgestellt werden. Anschließend bestimmen die Leser per Voting die Gewinner. 

Weiter steigender Bedarf an Fachkräften

Professor Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen, Leiter des Fachgebiets Umweltverfahrenstechnik an der Technischen Universität Berlin, gehört zum wwt-Herausgeberbeirat und zur Jury des Nachwuchspreises. In einem kurzen Interview sprach er über den wwt-Nachwuchspreis und über sein Fachgebiet.

1. Wie schätzen Sie die Entwicklung des Fachkräftebedarfs in Ihrem Fachgebiet ein?

Der Bedarf ist in den letzten Jahren zunehmend gestiegen. Dies ist national durch die Investitionen in die Infrastruktur, die wirtschaftliche Situation und die Innovationsförderung begründet. International ist die Situation identisch, da die deutsche Wasserwirtschaft sehr exportstark ist. In der absehbaren Zukunft wird der Bedarf weiter steigen.

2. Gibt es genügend Bewerber um einen Studienplatz in Ihrem Fachbereich? Ist es nach wie vor eine reine Männerdomäne?

Die Bewerberzahl ist ausreichend, allerdings stellen wir, wie in anderen Studiengängen, eine hohe Fluktuation in den ersten beiden Semestern fest. Mit dem Umweltlab des Instituts für Technischen Umweltschutz arbeiten wir daran, Schülerinnen und Schülern so früh als möglich aufzuzeigen, welche Aufgaben sie nach Abschluss eines Studiums erwarten. Das Umweltlab ist auch Bestandteil des zwei-semestrigen Orientierungsstudiengangs MintGrün der TU Berlin, in dem junge Menschen die Mintfächer und das Universitätsleben kennenlernen. Dieser Studiengang wird mit ca. 500 Studierenden außerordentlich stark nachgefragt.

3.  Was tun Sie an Ihrer Hochschule, um den – auch weiblichen – Nachwuchs für das Fachgebiet zu interessieren?

Dafür gibt es an der TU Berlin auf allen Ebenen starke Unterstützung. Neben Weiterbildungen der Lehrenden zählen gezielte Initiativen wie der Techno-Club und Femtec darauf ab, den weiblichen Nachwuchs frühzeitig für die technischen Fachgebiete zu begeistern.

4. Welche Unterstützung erhalten Sie bei der Nachwuchsförderung von Industrie & wasserwirtschaftlichen Unternehmen?

Die Unterstützung ist sehr groß. Dies wird unter anderem an den Angeboten für Praktika und Abschlussarbeiten deutlich. Über die Netzwerke wie Aquanet Berlin-Brandenburg und German Water Partnership werden Angebote und Nachfrage zusammengeführt.

5. Welche Motivation haben Sie, in der Jury des Nachwuchspreises Deutsche Wasserwirtschaft mitzuwirken?

Wir müssen frühzeitig, aber auch während des gesamten Arbeitslebens motivieren. Der wwt-Nachwuchspreis ist eine hervorragende Möglichkeit, die Arbeit und die Innovationfreudigkeit junger Menschen zu honorieren. Die Preisvergabe wirkt nicht nur als Vorbildfunktion, sondern bietet auch eine Plattform für die Präsentation von neuen Ideen in der Wasserwirtschaft. Es bereitet mir große Freude, positive und innovative Projekte wie den Nachwuchspreis zu unterstützen.

Die Ausschreibungsphase endet am 31. Januar 2018. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und zu den Zulassungsvoraussetzungen sind online abrufbar.