Schwimmen und Forschen an der Elbe

Schwimmen und Forschen an der Elbe

Schwimmen und Forschen an der Elbe
Nadine Müller vom Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik misst die Fließgeschwindigkeit auf der Schwimm-Etappe Meißen-Riesa. Quelle: BMBF

Bis zum 12. Juli sind rund 250 Schwimmerinnen und Schwimmer 575 Flusskilometer in 19 Etappen die Elbe entlang geschwommen und zahlreiche Kommunen sowie sechs Bundesländer durchquert worden – von Sachsen bis Schleswig-Holstein. Vor 25 Jahren galt die Elbe noch als einer der schmutzigsten Flüsse Europas – und hat heute fast überall wieder Badequalität.


Die Elbschwimmstaffel ist eine groß angelegte Mitmachaktion im laufenden Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Botschaft lautet: Der Schutz der Meere beginnt im Binnenland, bei Flüssen, Bächen und Seen. Die Resonanz war überwältigend. Innerhalb einer Woche waren alle Schwimmstaffelplätze vergeben.

Während die Staffel schwamm, forschte die Wissenschaft
Begleitet wurde die Aktion von drei Forschungsprojekten, an denen unter anderem die Technische Universität Dresden, die Technische Universität Berlin und das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt waren. Sie nehmen den ökologischen Zustand und die Wasserqualität der Elbe genauer unter die Lupe. Der ökologische Zustand beschreibt zunächst die Vielfalt im Gewässer heimischer Pflanzen- und Tierarten und ausgewählte physikalische, chemische und strukturelle Merkmale. Die Wasserqualität beschreibt dagegen die „Sauberkeit“ des Wassers, die beispielsweise durch die Belastung mit Keimen, Schad- und Spurenstoffen beeinträchtigt wird. Die drei Projekte beschäftigen sich unter anderem mit einer nachhaltigen Ufergestaltung, die das Hochwasserrisikomanagement und die Schifffahrt berücksichtigt und dabei den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sicherstellt, dem Vorkommen von Mikroplastik in der Wassersäule und den Elbe-Sedimenten und dessen Auswirkungen auf Flora und Fauna, dem Einfluss der Landnutzung auf die Wasserqualität der Elbe und der Möglichkeit, Mikroalgen als Zeiger für Qualitätsänderungen im Gewässer zu nutzen.

Die Elbschwimmstaffel wurde prominent begleitet: Viele deutsche Sportgrößen schwammen einzelne Etappen mit und unterstützen die Staffelmannschaft – wie die frühere Schwimmweltmeisterin Antje Buschschulte, der Olympiasieger im Rudern Thomas Lange und der Wasserspringer Jan Hempel, der olympisches Silber gewann.

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