Stauwehr an der Bornholmer Straße

Stauwehr an der Bornholmer Straße

Stauwehr an der Bornholmer Straße
Das automatische Stauwehr an der Bornholmer Straße in Berlin. Quelle: Lang

Seit Jahren arbeiten die Berliner Wasserbetriebe im Rahmen des Programms zur Verbesserung der Güte der Berliner Gewässer an geeigneten Rückstausystemen. Im Falle von Starkregenereignissen sollen sie ein Überlaufen verhindern.

Bis zum Jahr 2024 sollen insgesamt 303.000 m3 Stauraumkapazität im Einzugsgebiet der innerstädtischen Mischwasserkanalisation geschaffen werden.
Nun wurde im März an der Bornholmer/Ecke Grüntaler Straße ein neues automatisches Stauwehr montiert. Es ist nach den Wehren in der See-, der Erk- und der Storkower Straße das vierte seiner Art und soll insbesondere die Panke vor Unwettern schützen. Im Hinterland des Wehres können zukünftig, nach Abschluss aller Bauarbeiten, 1.800 Kubikmeter Abwasser gestaut werden. Die Spezialanfertigung ist fünf Tonnen schwer, ca. zwei mal fünf Meter groß und regelt den Wasserlauf in einem 2 Meter hohen, eiförmigen Kanal. Im Zuge dieser Bauarbeiten wurde in der Grüntaler Straße ein 74 Meter langer Mischwasserkanal im Microtunneling-Verfahren (Durchmesser 60 Zentimeter) angelegt.
Für beide Arbeiten ist von den Berliner Wasserwerken eine Summe von 1,6 Millionen Euro investiert worden. Die Anlage wird, zusammen mit den oben erwähnten Wehren, zentral von der Abwasser-Leitstelle in Berlin Friedrichshain gesteuert und überwacht. Darüber hinaus wurden einige Überlaufschwellen neu errichtet bzw. andere erhöht. Zusammen mit dem neuen Stauraumkanal am Berliner Mauerpark wird sich damit demnächst die gesamte Stauraumkapazität im Einzugsgebiet des Radialsystems X (große Teile der Berliner Stadtbezirke Wedding und Prenzlauer Berg) um 11.140 Kubikmeter Abwasser erhöhen.   
R. Lang