TU Berlin: Pflanzenheizung
Dr. Martin Buchholz hat mit seinen Kollegen vom Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen der TU Berlin ein ungewöhnliches System entwickelt, das Wärme unabhängig von der Jahreszeit generieren und speichern soll: Eine Pflanzenheizung, die zwar auch Sonne benötigt, aber wesentlich weniger als thermische Kollektoren.
Das Kernstück der Erfindung ist ein schwarzer Füllkörper aus Plastik, der sich im Inneren eines Niedrigenergiehauses in Berlin Dahlem befindet. Obwohl er nur zwei Meter hoch ist und ein Volumen von einem Kubikmeter besitzt, hat er eine Oberfläche von etwa 80 m². Der so genannte Absorber ist das Energiezentrum des Hauses und verbindet die übrigen Komponenten der Heizung miteinander: Er ist mit einem Gewächshaus verbunden, in dem Buchholz Schilf angepflanzt hat. Es verdunstet schon bei niedrigen Temperaturen das leicht verschmutzte Abwasser, das in das Treibhaus geleitet wird. „Die Heizung funktioniert auch mit anderen wintergrünen Pflanzen wie Bambus, die frostresistent sind“, sagt Buchholz.
Die warme feuchte Luft aus dem Gewächshaus wird nun in den Absorber geführt, durch den eine Salzlösung rieselt. Buchholz nutzt hier die hygroskopische Eigenschaft der Sole aus, die Eigenschaft des Salzes also, Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen. Bei diesem Phasenwechsel, dem Übergang von Wasserdampf zu Wasser, wird Wärme frei und die Sole erwärmt sich auf bis zu 45 °C. Die Wärme kann zum Heizen direkt in das Gebäude geführt werden.
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TU Berlin
Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen









