Wasserwirtschaft gestalten

Wasserwirtschaft gestalten

Wasserwirtschaft gestalten
Große Dhünn-Talsperre - Quelle: Peter Sondermann

Versorgungssicherheit als Zukunftsthema: Der Wupperverband formuliert die Aufgaben in Zeiten klimatischer Veränderungen.

Die hohen Zuflüsse zu den Talsperren des Wupperverbandes in den letzten Monaten führten vor allem bei den Trinkwassertalsperren zu einer sehr guten Ausgangslage beim Wasservorrat. Die Hauptsperre der Großen Dhünn-Talsperre (Fassungsvermögen insgesamt 72 Mio. m³) liegt derzeit bei einem Füllstand von rund 64 Mio. m³, das sind 88 %. Somit ist die zweitgrößte reine Trinkwassertalsperre Deutschlands zurzeit so gut gefüllt wie zuletzt im Januar 2011.
Auch angesichts dieser guten Ausgangslage bleiben die Auswirkungen von klimatischen Veränderungen auf das Talsperrenmanagement und die Versorgungssicherheit für den Wupperverband wichtige Zukunftsthemen. Talsperrenbetreiber, Wasserversorger, Behörden und letztlich auch Nutzer müssen aus Sicht des Wupperverbandes überlegen, wie man sich für die Zukunft rüsten und gemeinsam an den Systemen – Talsperren, Wasserwerke und weitere Rohwasserquellen – arbeiten kann.

Wasserrahmenrichtlinie über 2027 hinaus
Informationen zu Pegelständen im Wuppergebiet, Talsperrenfüllständen und auch den Start in das neue Jahr verbindet der Wupperverband auch mit Wünschen und Erwartungen an die Politik. Aus Sicht des Wupperverbandes sei aber auch klar, dass die Entwicklungsprogramme der EU-Wasserrahmenrichtlinie über den Zeitraum 2027 hinaus geführt werden müssten. Bis zu diesem Zeitpunkt sei das große Pensum an Aufgaben, um die Gewässer in einen natürlichen Zustand zu entwickeln, nicht realistisch zu leisten.

Thema Spurenstoffe
Ein weiteres Thema ist der Umgang mit Spurenstoffen, z. B. Rückständen aus Arzneimitteln, Chemikalien, die auf verschiedenen Wegen in die Flüsse gelangen können. Hierzu hat der Wupperverband die Erwartung, dass sich die Politik auf Bundes- und Landesebene positioniert.
Der Beitragsbedarf für die großen Geschäftsbereiche des Wupperverbandes bleibt erneut konstant auf Vorjahresniveau: Für Abwasserreinigung und Entsorgung sind dies seit 2012 65,3 Mio. Euro. Damit kommen auf die Kommunen und Unternehmen keine höheren Belastungen zu.
Für die Talsperren liegt der Beitragsbedarf seit 2005 bei 10 Mio. Euro. Ab 2019 wird hier eine Systemumstellung erforderlich, die bei Senkung der Kosten insgesamt zu einer Neuverteilung der Beiträge in diesem Geschäftsbereich führt.

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