Fotoausstellung ARTEFAKTE

Fotoausstellung ARTEFAKTE

Fotoausstellung ARTEFAKTE
Wasseraufbereitungsanlage in Duisburg - Quelle: J. Henry Fair

Das Museum für Naturkunde Berlin zeigt derzeit in einer Sonderausstellung Fotografien des Amerkaners J. Henry Fair, die sich mit drängenden Umweltthemen, u. a. Wasser auseinandersetzen.
Wie wollen wir in Zukunft mit unserem Planeten umgehen? Für diese Frage haben sich das Museum für Naturkunde Berlin, die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission und der amerikanische Fotograf J Henry Fair zusammengetan. Die Sonderausstellung ARTEFAKTE thematisiert in Zeiten von „alternativen Fakten“ und „Fake News“ wissenschaftlich fundiert umweltrelevante Fragen. ARTEFAKTE schlägt dabei eine Brücke zwischen Kunst (ART) und Wissenschaft (FAKTEN).
Großformatige Fotos im Museum und digitale Ausstellung
Die giftgrünen bis feuerroten Luftaufnahmen wirken auf den ersten Blick faszinierend und erinnern an abstrakte Kunst. Doch die Bilder des New Yorker Fotografen J Henry Fair zeigen massive Einflüsse des Menschen auf die Umwelt - durch Kohleabbau, Fracking oder Abfallgruben von Schweinefäkalien. Dieser Umgang mit der Natur ist gefährlich – vor allem für den Menschen. Ausgehend von den Fotografien thematisiert ARTEFAKTE drängende Umweltthemen: Ernährung, Energie, Klima, Luft und Wasser. Wie wirkt sich unser Alltag auf das Plastik-Problem in den Weltmeeren aus? Was bedeutet unsere Ernährung für das Klima? Wie gehen wir nachhaltig mit den Ressourcen der Natur um? ARTEFAKTE stößt mit ihrer ungewöhnlichen Inszenierung einen Dialog über die Umwelt an. Seit dem 9. Oktober 2018 stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kuratorinnen und Kuratoren live zu Gesprächen bereit. Zudem gibt es eine digitale Ausstellung, die einen Besuch von überall auf der Welt ermöglicht.
Stimme für die Natur
"Obwohl wir alle von der Natur abhängig sind, scheinen wir ihre Bedeutung für unser eigenes Wohlbefinden und unsere Zukunft nicht zu verstehen", sagt Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. Er fasst die Sonderausstellung wie folgt zusammen: „Wir erheben den Anspruch, künftig Deutschlands Stimme für Natur zu sein und gehört zu werden. ARTEFAKTE bietet dafür einen hervorragenden Ort, an dem sich Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Kunst treffen und über die Zukunft unserer Erde verhandeln können.“
„Unsere Konsumgesellschaft lebt bedauerlicherweise von der unkontrollierten Ausbeutung der kollektiven und lebensnotwendigen Ressourcen, wie saubere Luft, Wasser und ein stabiles Klima“, betont der Fotograf J Henry Fair und ergänzt: „Der jetzige Zustand unserer Umwelt und Natur berührt mich sehr. Als Künstler, der wie ein Wissenschaftler oder Ingenieur denkt, schaffe ich Arbeiten, die dieses Eingreifen des Menschen in die Natur in einer Form abbilden, die die Betrachterinnen und Betrachter fasziniert und den Wunsch weckt, mehr zu erfahren.“

KONTAKT
Museum für Naturkunde Berlin
https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/museum/ausstellungen/artefakte