Membranklärtechnik für Peru und Namibia

Membranklärtechnik für Peru und Namibia

Membranklärtechnik für Peru und Namibia
Einweihung der Kleinkläranlage am Gutenberg-Gymnasium in Lima. Quelle: Busse

Abwasserrecycling: Sächsische Membrantechnologie sorgt für Brauchwassernutzung an deutschen Schulen in Lima und Peru.

Tagtägliche Wasserknappheit – in Deutschland schwer vorstellbar. Doch in vielen Ländern fehlt ausreichend Wasser für das tägliche Leben. Dank der Initiative der Rotary Deutschland Vereinigung gelang es, für zwei Projekte die notwendigen finanziellen Mittel durch Spenden und Förderung des Bundes zur Realisierung von Abwasserrecyclinganlagen an einer deutschen Schule in Lima und vier weiteren Schulen in Namibia zu akquirieren.
Im Auftrag des Rotary Deutschland Gemeindienst e. V. realisierte das Leipziger Anlagenbauunternehmen Busse Innovative Systeme GmbH bereits im April 2017 eine Containeranlage am Gutenberg-Gymnasium, das sich inmitten der riesigen Favela von Lima befindet. An dieser Schule werden ca. 1.700 Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung betreut und unterrichtet.
Mit der von der Busse GmbH entwickelten Anlage mit modernster Membrantechnologie, lässt sich das Abwasser aus der Schule zu hochreinem Brauchwasser recyceln, das in den WC-Anlagen der Schule, aber vor allem auch zur Bewässerung des neu angelegten Schulgartens Wiederverwendung findet. Die Anlagen wurden als Containerlösung im Werk in Leipzig gefertigt und anschlussfertig per Schiff nach Peru und Namibia ausgeliefert.

Einfaches, beherrschbares Anlagenkonzept
Anwendungen in Entwicklungsländern mit gering entwickelter Infrastruktur erfordern eine möglichst robuste, wartungsarme und leicht zu reparierende Technik.
Bereits während der Entwicklung der Busse-Membrantechnologie vor fast 20 Jahren wurde auf einfachste Lösungen im Verfahren orientiert, unter Verzicht auf komplizierte Mess- und Steuerungstechnik, bei Nutzung einfacher und preiswerter Ausrüstungskomponenten. Inzwischen hat sich diese Technologie in vielen hundert Anlagen in aktuell 18 Ländern bewährt.
Das Anlagenkonzept sieht die vollständige Unterbringung aller Behandlungsstufen innerhalb eines­ 40 Fuß Seecontainers vor.
Die erste Anlagenstufe ist eine Kombination aus Pufferspeicher und belüfteter mehrstufiger Vorklärung mit einem Gesamtvolumen von ca. 12 Kubikmetern. Dieser Stufe schließen sich zwei Linien von Membranbioreaktoren an, die insgesamt mit bis zu 24 Membranmodulen ausgerüstet werden können.
Die Belüftung aller Behandlungsstufen erfolgt durch sehr energieeffiziente Kleinverdichter, die sich bisher in allen Klimabedingungen durch eine hohe Langlebigkeit und Ausfallsicherheit ausgezeichnet haben.
Die Steuerung erfolgt durch Niveauschalter und ein variierbares Programm intermittierender Belüftung unter Nutzung serienmäßiger Logikrelais. Die Möglichkeit einer Fernüberwachung ist vorbereitet und sichert die Online-Überwachung der Anlage.
Der Aufbau der Technik im Container ist so gestaltet, dass alle Komponenten sehr leicht erreich­bar sind, so sind Betriebsüberwachung und Wartungs­arbeiten sehr sicher und bequem durchführbar. Die Membranmodule lassen sich auch während des Betriebes über „Slide-in“-Vorrichtungen wechseln und extern regenerieren. Das erforderliche Equipment für die Membranregenerierung wird als Zubehör zu jeder Anlage mit­geliefert.

Leistungsparameter
Die BusseMF C100-Anlage kann bis zu 20 m³ häusliches ­Abwasser pro Tag zu keimfreiem Brauchwasser aufbereiten. Dabei wird eine biologische Reinigungsleistung von über 99 % erreicht. Die Barrieretechnologie des Verfahrens gewährleistet eine stabile und sichere Entkeimung des Abwassers zu 100 %. Die Qualität des Brauchwassers ist dadurch sehr einfach erkenn- und überwachbar. Die Membranen werden drucklos betrieben und erreichen eine Standzeit von bis zu 6 Monaten bis zur Regenerierung. Bei ordnungsgemäßer Handhabung der Membranmodule erreichen diese eine Lebensdauer von über 10 Jahren.

Kontakt
Busse GmbH
Ralf-Peter Busse
Zaucheweg 6
04316 Leipzig
www.busse.gmbh.de